Staatsregierung zeigt wieder mal Doppelmoral im Naturschutz

Steigi Bleibt Bündnis fordert Stopp der Fällungen

Die Staatsregierung, allen voran Ministerpräsident Markus Söder inszenierten sich in den letzten Monaten als Naturschützer. Im Juli stellte sich Söder, halb einen Baum umarmend, hin und ruft aus er wolle 30 Millionen Bäume pflanzen oder der Wald sei unser Erbe, ihn zu erhalten sei die wichtigste Aufgabe. Daher solle der Staatswald künftig nicht die Staatseinnahmen füttern, sondern er müsse CO2-Speicher sein. [Quelle: Süddeutschen Zeitung „Söder will 30 Millionen Bäume pflanzen lassen“]. 

Im krassen Kontrast dazu stehen die wiederholten und leider auch wieder aktuellen Fällungen im Steigerwald und der Jahresbericht der Bayerischen Staatsforsten. Letzterer zeigt auf: Die oberste Priorität der Staatsforsten ist eben nicht Natur- oder Klimaschutz, sondern weiterhin ein profitabler Umsatz. Es ist offensichtlich, dass die Staatsregierung zwar mit viel Tamtam von Waldschutz spricht, aber nicht die entsprechenden Konsequenzen durchführt. Die Staatsregierung verpflichtet die Staatsforsten weiterhin dazu, schwarze Zahlen zu schreiben.In einem so sensiblen und schützenswerten Gebiet wie im Steigerwald wird also weiter gefällt, es bleibt beim Status Quo mit massiven Konsequenzen für das vulnerable Ökosystem.Das Bündnis Steigi Bleibt fordert, dass die Staatsforsten endlich davon entbunden werden, sich selbst durch Holzfällungen zu finanzieren. Zukünftig muss Klimaschutz ganz klar Priorität haben.

In dem von allen in Bayern namhaften Naturschutzverbänden geforderten Gebietes eines Nationalparks im Steigerwald wurden vor allem im Abteil Hummelmarter bei Oberaurrachund im Abteil Steinkreuz bei Handthal immense Einschläge festgestellt. Viele der gefällten Buchen haben einen Durchmesser von knapp unter 80 cm. Dies verwundert leider nicht, da solche Bäume einen größeren Wert haben und die Staatsforsten versprochen haben, Buchen ab 80 cm Durchmesser stehen zu lassen. Somit nehmen die Staatsforsten mittelalte Bäume raus, welche eigentlich die zukünftige Generation an alten, widerstandsfähigen Buchen darstellen würden. Die Staatsforsten zerstört damit mutwillig die Wertigkeit des Steigerwaldes. Das darf nicht länger passieren! 

Das Bündnis Steigi Bleibt fordert deshalb: sofortiger Einschlagstopp im Nationalparksuchgebiet! 

„Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass die Staatsregierung vorne Waldschutz propagiert und hinten Jahr für Jahr den wertvollen alten Buchenbestand im Steigerwald zerstört.“ – Sprecherin des Bündnisses Lisa Badum

„Wir werden corona-konform handeln, wenn die Einschläge weitergehen!“ – Sprecher des Bündnisses Tim-Luca Rosenheimer

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