Umfrage zeigt auf: Mehrheit der lokalen Bevölkerung für einen Nationalpark Steigerwald!

Eine, von der Grünen Fraktion im bayr. Landtag und dem Verein Nationalpark Steigerwald in Auftrag gegebene Studie, zeigt ein deutliches Ergebnis auf:

Ganze 75% der befragten Menschen im Steigerwaldgebiet sind für einen dritten Nationalpark im nördlichen Steigerwaldgebiet! Damit bestätigt die Umfrage den Kampf von vielen Aktiven für einen Nationalpark Steigerwald.

Im Vergleich dazu gab es in einer ähnlichem Umfrage 2014 noch Zustimmungswerte von „nur“ 61%. Die stetige steigende Zustimmung für einen Nationalpark Steigerwald ist vor allem den Aktiven des Vereins Nationalpark Steigerwald und dem Freundeskreis Nationalpark Steigerwald zu verdanken, die seit Jahren für einen Nationalpark kämpfen! Dank muss an der Stelle aber auch an Lisa Badum gehen, die sich seit einigen Jahren für einen Nationalpark Steigerwald einsetzt.

Was bedeutet die Umfrage nun? Ein großes Gegenargument der bayrischen Landesregierung war jahrelang, dass die Bevölkerung vor Ort gegen einen Nationalpark Steigerwald wäre. Doch die wissenschaftliche Umfrage beweist genau das Gegenteil! Nur weil einige, der Holzindustrie nahestehende, Menschen und die Staatsforsten lautstark gegen einen Nationalpark Steigerwald aufschreien, heißt das noch lange nicht, dass es alle Bürger*innen vor Ort sind. Genau dies beweist auch die Umfrage!

Jetzt ist es an der Zeit, dass die bayrische Staatsregierung ihre bockige Haltung gegenüber einen dritten Nationalpark im Steigerwald ablegt, persönliche Interessen hinter die Interessen von Bürger*innen stellt und eine Machbarkeitsstudie endlich veranlasst!

Aufruf zur Online-Foto-Aktion

‼️ Achtung ‼️
Hallo, ich bin bzw leider ich war eine Buche aus dem Steigerwald. Vor einigen Tagen wurde ich gefällt. Obwohl Söder angekündigt hat, dass der Waldschutz vor Profitinteressen kommt, hat sich hier bei uns nichts geändert. In unserem so wertvollen Steigerwald erging es vielen meiner Kollegen im Gebiet bei Oberaurach und im Handthal genau wie mir. BITTE HELFT UNS!! Buchen wie uns gibt es in ganz Deutschland nur noch wenige, dabei können wir so vielen Arten Heimat bieten und tolle Klimaspeicher sind wir auch.

👉 Bitte unterstütze uns und nimm an folgender Online-Aktion teil: Mach ein Schild von dir oder euch mit der Aufschrift „Ich/Wir für einen Nationalpark Steigerwald!“. Ladet das Bild bitte AM 22. DEZEMBER auf Instagram und facebook mit #steigibleibt #nationalparksteigerwald und „#rettetdiebuchen hoch. Bitte markiert, wenn ihr wollt, Markus Söder, damit die Staatsregierung es auch mitbekommt. Falls du kein Social Media hast, kannst du das Bild auch an fuchs-steigerwald@riseup.net schicken, dann laden wir es auf unseren Kanälen hoch.

👉 Und noch eine Bitte: Bitte teilt die Beiträge an dem Tag von dieser Seite Steigi Bleibt. Das Schicksal von uns Buchen im Steigerwald braucht so viel Aufmerksamkeit wie möglich!

👉 Gebt die Aktion gern auch noch an eure Kontakte weiter. Danke dir/euch fürs Mitmachen und teilen!

Verein Nationalpark Steigerwald

Staatsregierung zeigt wieder mal Doppelmoral im Naturschutz

Steigi Bleibt Bündnis fordert Stopp der Fällungen

Die Staatsregierung, allen voran Ministerpräsident Markus Söder inszenierten sich in den letzten Monaten als Naturschützer. Im Juli stellte sich Söder, halb einen Baum umarmend, hin und ruft aus er wolle 30 Millionen Bäume pflanzen oder der Wald sei unser Erbe, ihn zu erhalten sei die wichtigste Aufgabe. Daher solle der Staatswald künftig nicht die Staatseinnahmen füttern, sondern er müsse CO2-Speicher sein. [Quelle: Süddeutschen Zeitung „Söder will 30 Millionen Bäume pflanzen lassen“]. 

Im krassen Kontrast dazu stehen die wiederholten und leider auch wieder aktuellen Fällungen im Steigerwald und der Jahresbericht der Bayerischen Staatsforsten. Letzterer zeigt auf: Die oberste Priorität der Staatsforsten ist eben nicht Natur- oder Klimaschutz, sondern weiterhin ein profitabler Umsatz. Es ist offensichtlich, dass die Staatsregierung zwar mit viel Tamtam von Waldschutz spricht, aber nicht die entsprechenden Konsequenzen durchführt. Die Staatsregierung verpflichtet die Staatsforsten weiterhin dazu, schwarze Zahlen zu schreiben.In einem so sensiblen und schützenswerten Gebiet wie im Steigerwald wird also weiter gefällt, es bleibt beim Status Quo mit massiven Konsequenzen für das vulnerable Ökosystem.Das Bündnis Steigi Bleibt fordert, dass die Staatsforsten endlich davon entbunden werden, sich selbst durch Holzfällungen zu finanzieren. Zukünftig muss Klimaschutz ganz klar Priorität haben.

In dem von allen in Bayern namhaften Naturschutzverbänden geforderten Gebietes eines Nationalparks im Steigerwald wurden vor allem im Abteil Hummelmarter bei Oberaurrachund im Abteil Steinkreuz bei Handthal immense Einschläge festgestellt. Viele der gefällten Buchen haben einen Durchmesser von knapp unter 80 cm. Dies verwundert leider nicht, da solche Bäume einen größeren Wert haben und die Staatsforsten versprochen haben, Buchen ab 80 cm Durchmesser stehen zu lassen. Somit nehmen die Staatsforsten mittelalte Bäume raus, welche eigentlich die zukünftige Generation an alten, widerstandsfähigen Buchen darstellen würden. Die Staatsforsten zerstört damit mutwillig die Wertigkeit des Steigerwaldes. Das darf nicht länger passieren! 

Das Bündnis Steigi Bleibt fordert deshalb: sofortiger Einschlagstopp im Nationalparksuchgebiet! 

„Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass die Staatsregierung vorne Waldschutz propagiert und hinten Jahr für Jahr den wertvollen alten Buchenbestand im Steigerwald zerstört.“ – Sprecherin des Bündnisses Lisa Badum

„Wir werden corona-konform handeln, wenn die Einschläge weitergehen!“ – Sprecher des Bündnisses Tim-Luca Rosenheimer

Wird der Steigerwald zum bayrischen Hambi? – Mit Peter Wohlleben

Hier findet ihr unser online-Seminar „Wird der Steigerwald zum bayrischen Hambi? Mit Peter Wohlleben“ auf YouTube zum nachgucken.

Vielen Dank an das große Interesse am Thema, knapp hundert Menschen haben live zugesehen.

Großer Dank geht an die Teilnehmer*innen der Diskussion Peter Wohlleben, Lisa Badum, Sabine (Extinction Rebellion Nürnberg / Fürth / Erlangen) und Luca Rosenheimer (Fridays for Future Bamberg).

Und größter Dank für die Moderation durch Karim und die technische Arbeit durch Lena und Stefan!

#nationalparkSteigerwald #steigiBleibt